Pferdefütterung als Baustein einer artgerechten Pferdehaltung

1. Futterberatung als Invesition in die Zukunft!

Die Pferdehaltung- und Fütterung wird stetig teurer:

Spätestens mit dem Anstieg der TA-Kosten um rund 25% durch die neue GOT, hohen Stallmieten, klimabedingten Preisschwankungen für Heu und Stroh sowie der zunehmenden Konkurrenz der Agrarflächen zur Futterproduktion mit anderen Nutzungsarten sind die meisten der Pferdehalter gezwungen, genauer auf die Ausgaben zu achten und Prioritäten zu setzen. Betrachtet man die Pferdefütterung, so füttern viele Pferdehalter auf Basis von Empfehlungen von FreundInnen, eigenen Erfahrungen und Angebotsversprechen der Futtermittelhersteller.

Schauen Sie sich einmal eine typische Beispielrechnung an – die Kosten einer Futterberatung haben Sie bereits im 1. Jahr wieder raus, in einem Pferdeleben können Sie damit Kosten im mittleren vierstelligen Bereich sparen.

2. Jedes Pferd ist individuell

Neben dem Grundbedarf, der sich nach Größe, Zielgewicht, Alter, Rasse und Arbeitsleistung richtet, gibt es auch sehr individuelle Faktoren wie die Geschwindigkeit und Menge der Nahrungsaufnahme. Auch die Haltungsbedingungen determinieren z.B. den Energieverbrauch. Es muss stets eine umfassende Beurteilung des physiologischen Zustands, der Haltungsbedingungen und der Beanspruchungen sowie etwaiger Krankheiten und Auffälligkeiten erfolgen.


Deshalb reicht es nämlich nicht, einen vorgefertigten Futterplan aus dem Internet zu nutzen oder KI-Programme zu befragen. Aus diesem Grund biete ich Online-Beratungen nur im Ausnahmefall an, ich bevorzuge es, meine eigenen Beobachtungen und ein gründliches Abtasten vor Ort zu machen.

3. Veränderung des Pferdebestands

Nicht nur hat der Gesamtpferdebestand in Deutschland abgenommen (30 Prozent Rückgang bis 2030), sondern es gewinnen auch immer mehr sog. Spezialrassen oder Robustrassen sowie Mixe an Beliebtheit vor allem bei den Freizeitreitern. Wissenschaftlich belegt sind Unterschiede zwischen Ponys und Großpferden was die Fresszeit pro Futtermittel angeht. Auch gibt es signifikante Unterschiede z.B. im Energiebedarf- und Verwertung zwischen Pferdetypen- und Rassen. Darüber hinaus rücken futterspezifische Krankheiten wie EMS, PSSM und Hufrehe-Dispositionen vermehrt in den Fokus der Forschung. Diese spezifischen Faktoren müssen in eine Rationsberechnung einfließen.

4.Nachhaltigkeit in Pferdehaltung- und sport

Neben den guten Argumenten für den eigenen Geldbeutel sollten auch Erwägungen zur ressourcenschonenden und nachhaltigen Pferdehaltung berücksichtigt werden. Schaut man sich mal die benötigte Menge eines durchschnittlichen Pferdepensionsstalls mit 20 Warmblütern an, so fallen schnell rund 40 Tonnen Heu und 80 Tonnen Stroh (inkl. Einstreu plus Weidegang) an, hinzu kommen rund 320 Tonnen Mist und 300.000 L Wasser (nur Tränken). Die Rechnung macht deutlich, dass eine Fütterung, die nicht an den Bedarf des Pferdes angepasst ist, vermeidbare und teure Ressourcen und CO2 produziert.

5. veränderte Anforderungen an die Leistungsfähigkeit

Vor allem Pferde, die im Leistungssport gehen, benötigen aufgrund der gestiegenen Anforderungen optimal angepasste Rationen. Neben Zuchtfaktoren wie überragende Bewegungen, mehr Springqualität und schneller zur Verfügung stehendes Potenzial der Jungpferde sind auch die Leistungsanforderungen durch vermehrte internationale Turniere und eine ganzjährige Tuniersaion gestiegen. Die auf Hochleistung gezüchteten Pferde haben veränderte ernährungsspezifische Bedürfnisse, die in der Rationsberechnung berücksichtigt werden müssen.

Futterberatung buchen

Sie haben Interesse an einer Futterberatung für Ihr Pferd? Kontaktieren Sie mich für einen Beratungstermin bei Ihnen im Stall und bei Fragen zur Rationsüberprüfung Ihres Pferdes.

Wozu eine Futterberatung | Kostensparen | individuelle Beratung | Nachhaltigkeit | Ressourcen schonen